Dachfenster
Anhand der Bauweise lassen sich Dachfenster grundlegend in zwei Gruppen untergliedern:

Liegendes Dachfenster: ein in die Dachfläche eingelassenes Fenster mit dem gleichen Neigungswinkel wie das Dach. Im modernen Bauwesen üblicherweise als Dachflächenfenster bezeichnet.
Stehendes Dachfenster: ein Fenster in einer Gaube.[1]
Liegende Dachfenster werden heute industriell hergestellt und sind in der Breite auf die üblichen Sparrenabstände abgestimmt. Da sie relativ einfach einzubauen sind, kommen sie oft bei einem nachträglichen Ausbau des Dachraums zum Einsatz. Zum Öffnen lassen sie sich in der Regel um ihre waagerechte Mittelachse kippen. An die Traufe angrenzende Dachflächenfenster können mit einem darunterliegenden Fassadenanschlussfenster kombiniert werden.

Die für ein stehendes Dachfenster benötigte Gaube ist vergleichsweise aufwendiger zu konstruieren, ermöglicht aber Einbau von Normfenstern der Wand, und eine bessere Nutzung des dahinter liegenden Raums.

Das Oberlicht ist eine Fensteröffnung in der Decke eines Raumes und kommt häufiger bei flachen oder leicht geneigten Dächern zur Anwendung. Es bietet im Unterschied zum regulären Dachfenster keinen Ausblick auf die Umgebung, sondern dient in erster Linie der Belichtung des Innenraums.

Die Dachluke ist ein kleines liegendes Dachfenster, das vor allem bei unausgebauten Dachräumen (Dachböden) zum Einsatz kommt. Sie dient vor allem der Belichtung, bei Bedarf aber auch als Ausstiegsluke (Dachausstieg), um einen Zugang zwecks Wartungsarbeiten am Dach oder für den Schornsteinfeger zu ermöglichen.

Für Dachfenster sind folgende Normen relevant:

DIN 276 Kosten im Bauwesen / ÖNORM B 1801-1 Bauprojekt- und Objektmanagement: Kostengruppe 362 Dachfenster, Dachöffnungen
DIN 5034-3,6 Tageslicht in Innenräumen - Teil 3 Berechnung und insb. Teil 6: Vereinfachte Bestimmung zweckmäßiger Abmessungen von Oberlichtöffnungen in Dachflächen
Zu wärmetechnischen Eigenschaften:

EN ISO 10077-1 Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen - Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten - Teil 1: Allgemeines
EN ISO 12567-2 Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern und Türen - Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten mittels Heizkastenverfahrens - Teil 2: Dachflächenfenster und andere auskragende Fenster
Relevant sind auch diverse Normen des baulichen Brandschutzes:

EN 14351-1 Fenster und Türen - Produktnorm, Leistungseigenschaften - Teil 1: Fenster und Außentüren ohne Eigenschaften bezüglich Feuerschutz und/oder Rauchdichtheit
DIN 18232 Rauch- und Wärmefreihaltung zu Rauch- und Wärmeabzug im Dachraum
Zum Zubehör:

EN 12833 Rollläden für Dachflächenfenster und Wintergärten - Widerstand gegen Schneelast - Prüfverfahren für Rollladen
EN 1627 Einbruchhemmende Bauprodukte zum Einbruchschutz



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